Montag, 20. August 2012

Jahresserie 2012: Der Löwe

 




Siglinde Meffert, Kunsttherapeutin

Das Herz- unser Lebenszentrum

Die Sonne bewegt sich in diesem Jahr in der Zeit vom 22.7. bis 22.8. durch das Sternzeichen Löwe.
Unser Zentralgestirn, die Sonne, wird dem Sternzeichen Löwe zugeordnet. Ebenso wie die Sonne das Zentrum unseres Planetensystems bildet, so nimmt das Herz im menschlichen Organismus die zentrale Rolle ein, wenn es das Blut in die Organe pumpt und damit eine lebensnotwendige Funktion übernimmt.


Die Wirbelsäule – der Hauptenergieträger

Der Löwe steht symbolisch für zentrierte Energie, die Wirbelsäule ist der Hauptenergieträger. Über sie wird Lebensenergie zu den Organen geleitet, um diese zu versorgen und zu regenerieren.
Die Stellung von Saturn im Zeichen Löwe zeigt eine spezifische Ablagerungs- und Abnutzungsneigung in diesen zugeordneten Organen an. Die möglichen Folgen sind Herzkranzgefäßverengung mit der lebensbedrohlichen Komplikation eines Herzinfarktes. Die Auswirkungen in der Wirbelsäule sind Versteifungen bis hin zu Bandscheibenvorfall, beides erhebliche Energieblockaden und somit Störungen in den jeweiligen zugeordneten Organen.
Der seelisch-geistige Hintergrund

Die Interaktion mit dem gegenüberliegenden Zeichen Wassermann zeigt deutlich den Wirkzusammenhang bei der Entstehung von Herzerkrankungen sowie ihren seelisch-geistigen Hintergrund. In der Astromedizin wird dem Wassermann u.a. die Schilddrüse zugeordnet. Die Schilddrüse steuert Atem- und Herzrhythmus. Wenn wir uns unter Zeit- und Leistungsdruck fühlen, wird die Atmung flacher, der Brustkorb verengt sich. Das Herz wird eingeengt und leidet unter einer Unterversorgung mit Sauerstoff. Die Folgen sind krampfartige Schmerzen im Herzbereich.

Die Schilddrüse ist weiterhin am Aufbau des elektrischen Reizes beteiligt, der die lebenswichtige Muskeltätigkeit des Herzens auslöst. Eine Überfunktion der Schilddrüse steigert somit die Herzschlagfrequenz und führt zu Herzrhythmusstörungen. Dieses Krankheitsbild zeigt an, dass der Mensch aus seiner Mitte gefallen ist, dass er zu sehr in der Erfüllung von Erwartungen der Außenwelt lebt. Die Schilddrüse als „Zeit- und Rhythmusorgan“ zeigt mit ihren Fehlfunktionen an, ob wir synchron mit unserem ganz individuellen kosmischen Zeitplan leben. Eine Überfunktion zeigt Stresserscheinungen an, wenn wir gedanklich Erwartungen und Zielen der Zukunft vorauseilen. Bei einer Unterfunktion hemmen uns Gefühle der Vergangenheit am Weitergehen.
Diese Interaktion von Herz und Schilddrüse zeigt uns also an, wie sehr wir in der Gegenwart leben, unser Leben genießen, spielerisch aus unseren Ressourcen schöpfen. Hier finden wir das Bewusstsein eines Kindes, das sich ganz ohne Absicht kreativ entfaltet und ausdrückt. 
 

Macht und Verantwortung

Menschen mit einer Krankheitsdisposition im Löwen, beispielsweise Chiron oder Saturn, neigen dazu, ihr Leben (mitunter auch das Leben von Familienangehörigen und Mitarbeitern) als schwere Verantwortung auf dem Rücken zu tragen.
Logisch, dass Wirbelsäule und Herz unter dieser Schwere leiden und Funktionsstörungen entwickeln.

Spannungen im Solarplexus zeigen ebenfalls an, dass der Mensch die Prinzipien von Macht und Ohnmacht nicht gelöst und integriert hat.
Die geistige Herausforderung für den löwebetonten Menschen besteht hier darin, das eigene Ego dem göttlichen Willen zu unterordnen, sich nicht zu ernst zu nehmen, das Leben als ein Geschenk der Schöpfung anzunehmen und Dankbarkeit für jeden Tag zu entwickeln. 
 

Die Löwenmähne

Die astrologische Betonung des Zeichens Löwe gibt Aufschluss über den Haarwuchs, die sprichwörtliche Mähne. Haare, als Ausdruck von Ego und Stolz entsprechen dem Archetypen Löwe.
Stresszustände (gegenüberliegendes Zeichen Wassermann) lassen durch Störungen im Hormonhaushalt Haare ausfallen. Durch die Geschlechtshormone – Skorpionzuordnung – kommt es zum geschlechtsspezifischen Haarwuchs.
Eine Spannung zum Zeichen Skorpion kann sich durch übermäßigen Haarwuchs, eine fellartige Behaarung ausdrücken.
Haarausfall bei Frauen bedeutet eine Herausforderung an ihre Eitelkeit. Auf der geistigen Ebene zwingt diese Störung, die innere Schönheit zu würdigen. 


Therapieempfehlung für alle Betroffenen

Inzwischen werden sehr viele wirkungsvolle Formen der Wirbelsäulentherapie angeboten, wobei es langfristig nicht mit dem rein mechanischen Einrenken getan ist.
Shiatsu und Osteopathie beispielsweise beziehen die Harmonisierung der Energieflüsse in den Meridianen mit ein und unterstützen somit eine Gesundung der geistigen Haltung. Jede Form der Wirbelsäulengymnastik ist für Vorbeugung und Therapie wertvoll.
Weil bei der Entstehung der Störungen das Einbeziehen der seelischen Ebene notwendig ist, empfehle ich Formen von freier Bewegung und Tanz, wobei das spielerische Element im Vordergrund stehen sollte. Flamenco ist ein Tanz, der auf deutliche Weise die Wirbelsäule wieder in ihr Lot bringt.
Es kommt wesentlich darauf an, dass die Betroffenen wieder das Gefühl von Lebensfreude entwickeln.

Über die Dankbarkeit für das Leben öffnet sich das Herz, wir ruhen in unserer Mitte.
Schließlich sollten wir nicht unterschätzen, was eine berufliche Tätigkeit ausmacht, in der wir unser kreatives Potential entwickeln können. Auch hier ernten wir Freude, anstatt der schweren Last der Verantwortung. 


Das verlorene Kind

Menschen, die durch einschneidende Erlebnisse in der Kindheit den Zugang zum Prinzip der Lebensfreude verloren haben, können dieses eben durch den spielerischen Umgang mit Kindern wieder erschließen. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Welt mithilfe von Kindern wieder aus der Sicht eines Kindes zu entdecken. Sie werden staunen.